Forschungsprofil
Der Forschung kommt an der Europa-Universität Viadrina eine ebenso fundamentale Bedeutung zu wie der Lehre. Ganz im Sinne der Humboldtschen Idee werden Lehre und Forschung in ihrer Qualität als voneinander abhängig betrachtet.
Die Universität hat in den vergangenen Jahren ein international ausgerichtetes Forschungsprofil entwickelt, an dem ihre drei Fakultäten - die Juristische Fakultät, die Kulturwissenschaftliche Fakultät und die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät mit je eigenen Schwerpunkten beteiligt sind. Alle drei Fakultäten kennzeichnet dabei thematisch eine spezifische Expertise für Europa, wobei Mittel-Osteuropa einen wesentlichen geografischen Forschungsschwerpunkt bildet. Der gemeinsame Studiengang European Studies zeugt davon ebenso wie:
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die kulturwissenschaftlichen Forschungs- und Lehrschwerpunkte zu Europa in der Welt sowie zu Mittel-Osteuropa,
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die wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsschwerpunkte in den Bereichen internationaler Wirtschaftsbeziehungen und europäischer Integration sowie Investitionen und Besteuerung in Mittel-Osteuropa,
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die rechtswissenschaftlichen Schwerpunkte in den europarechtlichen Themen verschiedenster Rechtsgebiete.
Die fakultätsübergreifenden Forschungsinstitute - das Heinrich von Kleist-Institut für Literatur und Politik, das Frankfurter Institut für Transformationsstudien, das Interdisziplinäre Zentrum für Ethik, das Institut für transkulturelle Gesundheitswissenschaften, das Institut für Konfliktmanagement sowie das2010 neu gegründete Frankfurter Institut für das Recht der Europäischen Union - sollen verschiedene disziplinäre Perspektiven verknüpfen und ein innovatives Forschungsumfeld schaffen.
Die Einrichtung von Promotionskollegs und Doktorandenschulen sowie des Viadrina Center for Graduate Studies ermöglichen dem wissenschaftlichen Nachwuchs die Entwicklung eigener Forschungsprojekte im Rahmen strukturierter Promotionsstudiengänge.
Die Europa-Universität Viadrina übernimmt heute auch in ihren Forschungsaktivitäten in einem erweiterten Sinne die ihr bei ihrer Neugründung übertragene Brückenfunktion im Prozess der gesamteuropäischen Integration, indem sie in den Entwicklungen Mittel-Osteuropas nicht nur einen zentralen Gegenstand wissenschaftlichen Interesses markiert, sondern Mittel-Osteuropa als relevanten Partner in der Lehre wie im wissenschaftlichen Dialog betrachtet.
Die beiden Forschungsschwerpunkte, mit denen sich die Universität im Frühjahr 2010 in der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder beworben hat, dokumentieren diesen Sachverhalt: Die International Graduate School Dynamic Multimodal Communication und der Exzellenz-Cluster B/Orders in Motion bündeln zentrale Forschungsschwerpunkte der Universität, indem sie Fragen von
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RAUM – GRENZE – MOBILITÄT,
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ORDNUNGEN IM WANDEL,
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SPRACHE – MEDIEN – KOMMUNIKATION,
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IDENTITÄT – ALTERITÄT
thematisieren. Sie beziehen darüber hinaus – in Fortführung einer mittlerweile 20 Jahre gewachsenen Tradition und Vorreiterrolle der EUV unter den deutschen Universitäten – wissenschaftliche Institutionen und Universitäten aus den mittelosteuropäischen Ländern als Wissenschaftspartner selbstverständlich mit ein.
Einen starken Akzent bildet dabei die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit polnischen Universitäten, insbesondere mit den Universitäten in Poznań und Wrocław. Das Collegium Polonicum hat sich als bi-nationale Einrichtung etabliert und stellt ein spezifisches Element der Internationalisierung der EUV dar. Weitere internationale Forschungsnetzwerke bestehen mit zahlreichen anderen europäischen und außereuropäischen Universitäten. Über ihre Forschungsprojekte sowie über zahlreiche Individualkontakte pflegt die EUV zudem enge wissenschaftliche Kooperationen mit anderen nationalen und regionalen Universitäten und Forschungseinrichtungen.

