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Forschungsdatenbank - Datenbasis / Projekt

Fakultät: Kulturwissenschaftliche Fakultät

>> Kulturgeschichte

Professur:

Professur für Denkmalkunde

Professurinhaber:

Prof. Dr.-Ing. P. Paul Zalewski

Projekttitel:

Polsko-niemieckie dziedzictwo kulturowe a społeczeństwo obywatelskie w dzisiejszej Polsce – doświadczenia, trendy, szanse / Deutsch-polnisches Kulturerbe und die Zivilgesellschaft im heutigen Polen – Erfahrungen, Trends, Chancen

Projektleitung:

Paul Zalewski , Joanna Drejer

Projektart: Tagung

Finanzierung: Deutsch-Polnische Wissenschaftsstiftung

Weitere Geldgeber:

Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.
Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft von Narodowy Instytut Dziedzictwa (National Heritage Board of Poland)

Projektbeginn: 10.03.2011

Projektbeschreibung in deutsch:

Mit dem sehr erfreulichen Wirtschaftswachstum nimmt in Polen auch der so genannte „Modernisierungsdruck“ zu. Dessen unbedachte und nicht nur positive Folgen sind im „alten Europa“ hinreichend bekannt. Zukunftsgläubige Planungspolitik sowie profitorientierte Boden- und Immobilienspekulationen haben bereits vielerorts in Europa gravierende Schäden in den gewachsenen Kulturlandschaften hinterlassen.

 

Unter diesen Umständen scheinen auch in Polen die Arbeitsbedingungen der staatlichen Denkmalpflege nicht die einfachsten zu sein. Schwierig ist die Situation der zuständigen staatlichen Dienste auch in jenen denkmalreichen Gegenden des polnischen Westens, die einst größtenteils von deutscher Bevölkerung bewohnt waren. Zu den üblichen Gefahren für die Baudenkmale kamen hier in der Nachkriegszeit die kulturpolitischen Deutungsschwierigkeiten hinzu. Das Ergebnis, eine hohe Zahl von ungelösten Eigentums- und Bauunterhaltungsproblemen überfordert heute die Möglichkeiten der öffentlichen Hand.

 

Gibt es Hoffnung? Ungeachtet der vergangenen Turbulenzen zwischen Warschau und Berlin vollzieht sich jedoch in vielen Orten Westpolens ein „local turn“, eine Entdeckung der (deutschen) Ortsgeschichte von polnischen Bürgern. Während hier der sprachliche Zugang zum deutschen Kulturerbe ein Problem ist und bleibt, spielen gerade die visuell leicht erfassbaren Baudenkmale eine immens wichtige Rolle als „Vermittler“. Als (häufig qualitätsvoll gestaltete) Zeichen im öffentlichen Raum werden sie von vielen Polen verstanden und wertgeschätzt. Entsteht daraus ein krisenresistenter Beitrag zur Völkerverständigung in der polnischen Regionalkultur? Liefert diese, noch keimende Entwicklung in Verbindung mit neuen zivilgesellschaftlichen Organisationsformen eine reale Unterstützung für den Denkmalschutz? Die Konferenz widmet sich, wohl erstmalig, den denkmalpflegerisch engagierten NGO´s im heutigen Westpolen.

 

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