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Forschungsdatenbank - Datenbasis / Projekt

Fakultät: Kulturwissenschaftliche Fakultät

>> Kulturgeschichte

Professur:

Professur für Denkmalkunde

Professurinhaber:

Prof. Dr.-Ing. P. Paul Zalewski

Projekttitel:

Bestandsaufnahme und Evaluierung von Materialveränderungen bei biozidbelastetem musealem Kunst- und Kulturgut.

Projektleitung:

Dipl.-Rest. Helene Tello (Staatliche Museen Berlin)

Projektart: Promotion

BetreuerIn der Promotion: Prof. Dr. -Ing. P. Paul Zalewski

Finanzierung: Sonstiges

Projektbeginn: 01.08.2010

Projektbeschreibung in deutsch:

Sammlungsgegenstände in Museen und naturkundlichen Sammlungen bilden die Grundlage wissenschaftlicher und restauratorischer Arbeit. Für ihre Erhaltung und Bewahrung sind in der Vergangenheit zahlreiche, chemisch recht unterschiedliche Schädlingsbekämpfungsmittel bzw. Biozide eingesetzt worden, von denen aus heutiger Sicht sowohl eine signifikante die Gesundheit und Umwelt gefährdende als auch Material verändernde Wirkung ausgeht. Es ist bekannt, dass insbesondere kulturhistorische, naturhistorische, botanische und ethnologische Sammlungen von der Kontamination durch Biozide stark tangiert werden, wobei deren historischer Einsatz oft schon in den Ursprungsländern erfolgte. Die Herstellung, Entwicklung und Einsatz von Bioziden erfolgten dabei weltweit unterschiedlich. Einzelne diesbezügliche Zusammenstellungen finden sich bei Elert, Kress, und Odegaard et al. Sie beziehen sich auf den westlichen Teil Europas, sowie die USA und Canada. Es wird eine der zentralen Aufgaben während des Promotionsvorhabens sein offene Fragen dahingehend zu beantworten, mit welchen Methoden bereits entstandene Schäden bzw. Schadensphänomene hervorgerufen durch Biozide analytisch nachgewiesen werden können und welche Materialveränderungen durch den Einsatz von Bioziden in den Kunstwerken hervorgerufen wurden. Naturwissenschaftliche Betreuung wird dabei Prof. Dr. Achim Unger (Fachhochschule Potsdam) übernehmen. Die Europa Universität Viadrina bietet hier eine ideale Plattform, um osteuropäische Länder in Hinblick auf die Entwicklung, Herstellung und Verwendung von Bioziden einzubeziehen und zu erfassen. Gerade im östlichen Teil Europas ist die Problematik von biozidbelasteten Sammlungen bislang noch wenig erkannt, dennoch ist beispielsweise durch Lehmann die historische Verwendung von Gasen und Bioziden im Nationalmuseum Prag belegt.

 

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