Forschungsdatenbank - Datenbasis / Projekt
Fakultät: Kulturwissenschaftliche Fakultät
>> Kulturgeschichte
Professur:
Professur für Denkmalkunde
Professurinhaber:
Prof. Dr.-Ing. P. Paul Zalewski
Projekttitel:
Zum Aussagewert der aktuellen Kulturlandschaft, dargestellt am Beispiel der Gemarkung Fahrland (Landeshauptstadt Potsdam) - mit vergleichenden Aspekten zur Gemarkung Satzkorn.
Projektleitung:
Ramona Simone Dornbusch
Projektart: Promotion
BetreuerIn der Promotion: Prof. Dr. Dr. Ulrich Knefelkamp
Finanzierung: Sonstiges
Projektbeginn: 01.04.2004
Projektbeschreibung in deutsch:
Was macht eine Landschaft aus? – Eine Landschaft entsteht in der Betrachtung, sodass Alexander von Humboldt vom «Totaleindruck einer Gegend» sprechen konnte: «Alles Belebte und Unbelebte wird in Zusammenhänge gestellt, wenn Landschaft betrachtet wird.» Landschaft meint also die Gesamtheit der belebten und unbelebten Dinge, deren reale Beziehungen untereinander sowie einen nicht unerheblichen subjektiven Beitrag seitens des Betrachters. Die objektiven Gegebenheiten einer Landschaft sind ihrerseits Produkte eines langwierigen, unabgeschlossenen Entwicklungsprozesses, in dem das natürliche Potential und die menschlichen Einwirkungen fortwährend zusammengehen. Betont man diese anthropogenen Einflüsse, so lässt sich von einer Kulturlandschaft sprechen. Kulturlandschaften zeugen, so gesehen, von vergangenen Zeiten. Eine Kulturlandschaft zu betrachten und zu erfassen heißt im Umkehrschluss, ihre Entstehungsgeschichte mit einzubeziehen. Vor diesem Hintergrund zielt die Dissertation darauf ab, die kulturlandschaftliche Entwicklung an Fahrland exemplarisch zu analysieren und damit einen Baustein zur grundsätzlichen Klärung der Entwicklung der gestalteten Landschaft im ostelbischen Raum vorzulegen. Es muss vor allem geklärt werden, worin eigentlich noch der Aussagewert der Kulturlandschaft in ihrem gegenwärtigen Zustand besteht. Hierbei ist nicht allein entscheidend, welches Alter den persistenten Strukturen und Elementen der Kulturlandschaft zukommt, weil das Alter zunächst nur die Dauerhaftigkeit belegt und für sich genommen noch keinen Wert darstellt. Weitaus bedeutsamer ist der dokumentarische und exemplarische Charakter der überlieferten Strukturen und Elemente als Zeugnisse der Vergangenheit. Der gewählte Untersuchungszeitraum setzt bei der urkundlichen Ersterwähnung Fahrlands 1197 ein und endet im Jahr 2007, wobei die Schwerpunkte die Wandlungsprozesse im Zeitraum zwischen 1683 bis 1945 bilden.

