Die Eu­ro­pa-Uni­ver­si­tät Via­drina Frank­furt (Oder) wurde im Rah­men der Ex­zel­lenz­ini­ti­a­tive des Bun­des und der Län­der zum Voll­an­trag auf­ge­for­dert und hat sich mit dem Ex­zel­lenz­clu­ster B/OR­DERS IN MO­TION be­wor­ben.
Der Cluster bün­delt und for­ciert so­zi­al-, kul­tur-, wirt­schafts- und rechts­wis­sen­schaft­li­che Ana­ly­sen zu den Pro­zes­sen der Mar­kie­rung, Über­schrei­tung, Auf­lö­sung und Neu­etab­lie­rung von Gren­zen. Ins­ti­tutio­nell nimmt er sei­nen Ausgangs­punkt in der Eu­ro­pa-Uni­ver­si­tät Via­dri­na Frank­furt (Oder), die 1991 an der deutsch-pol­ni­schen Staats­gren­ze ge­grün­det wur­de mit der Ziel­setz­ung und der spe­zi­fi­schen Struk­tur, kul­tu­rel­le, so­zi­ale, po­li­ti­sche und öko­no­mi­sche Grenz­dy­na­mi­ken im eu­ro­pä­isch­en und ins­be­son­de­re im

mit­tel-/ost­eu­ro­pä­isch­en Kon­text in den Mit­tel­punkt von For­schung und Leh­re zu stel­len.
Der Ex­zel­lenz­clus­ter knüpft an die­se Grün­dungs­idee an und hebt sie zu­gleich auf eine neue Stu­fe. Über das spe­zi­fi­sche Prob­lem po­li­tisch-recht­li­cher Gren­zen in­ner­halb Eu­ro­pas hi­naus will er em­pi­ri­sche und theo­re­ti­sche For­schung­en zur Dy­na­mik der Prak­ti­ken von Grenz­zie­hung­en und -auf­lö­sung­en vo­ran­trei­ben, die als kon­sti­tu­tiv für ge­sell­schaft­li­che und kul­tu­rel­le Ge­bil­de der Ge­gen­wart und Ge­schich­te ins­ge­samt an­ge­se­hen wer­den. Da­bei wird das spät­mo­der­ne Selbst­ver­ständ­nis ei­ner blo­ßen Auf­lö­sung von Grenz­en trans­zen­diert und im Lich­te der Gleich­zei­tig­keit mul­ti­pler Grenz­pro­zesse neu ge­dacht. In ei­ner Welt der ver­schie­de­nen Ge­schwin­dig­kei­ten, der kom­ple­xen

Über­la­ge­rung­en (com­plex over­lap of struc­tures), der Frag­men­tie­rung­en, der Zer­split­te­rung­en und Plu­ra­li­sie­rung­en von Zeit­ho­ri­zont­en, der neu­en Aus­dif­fe­ren­zie­rungs­pro­zes­se und He­te­ro­ge­ni­tä­ten ist für die am Clus­ter be­tei­lig­ten Wis­sen­schaft­ler­In­nen die Fra­ge nach B/OR­DERS IN MO­TION zu ei­ner existen­tiel­len ge­sell­schaft­li­chen He­raus­for­de­rung und da­mit zu­gleich zu ei­nem fun­da­men­ta­len, zu­kunfts­prä­gen­den The­ma der Ge­sell­schafts- und Kul­tur­wis­sen­schaft­en avan­ciert. ‚Grenz­re­gime’ in­te­res­sie­ren da­bei so­wohl in räum­li­cher, als auch in zeit­li­cher und in so­zi­al­er Per­spek­ti­ve. Sie wer­den un­ter dem As­pekt der Mar­kier­ung (Du­ra­bi­li­tät), der Durch­läs­sig­keit (Per­me­a­bi­li­tät) und der Bil­dung von Grenz­zo­nen (Li­mi­na­li­tät) un­ter­sucht. Em­pi­ri­sche For­schung,