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Prof. Dr. Andreas Reckwitz

Professor für Vergleichende Kultursoziologie, Kulturwissenschaftliche Fakultät, Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), Deutschland

Aus­gangs­punkt mei­ner bis­he­ri­gen For­schun­gen ist ein kul­tur­wis­sen­schaft­li­ches Ver­ständ­nis der So­zi­o­lo­gie. In die­sem Zu­sam­men­hang ha­be ich vor al­lem zwei Schwer­punk­te ver­folgt: Zum ei­nen geht es mir um Bei­trä­ge zur Kul­tur­the­o­rie und ins­be­son­de­re ei­ner The­o­rie so­zi­a­ler Prak­ti­ken als Hin­ter­grund-

fo­lie kul­tur­wis­sen­schaft­li­cher Ana­ly­sen. Zum an­de­ren ver­fol­ge ich im Rah­men ei­ner ma­te­ri­a­len Hi­sto­ri­schen Kul­tur­so­zi­o­lo­gie die Fra­ge, wie For­men des Äs­the­ti­schen und der Äs­the­ti­sie­rung die ge­sell­schaft­li­che Struk­tur der Mo­der­ne be­ein­flusst ha­ben, wo­bei ein be­son­de­res In­ter­es­se der Fra­ge der For­mie­rung des 'Sub­jekts' und 'Selbst' in der Kul­tur der Mo­der­ne gilt. Grenz­zie­hun­gen und Grenz­über­schrei­tun­gen in­ter­es­sie­ren mich da­her als the­o­re­ti­sches und em­pi­ri­sches Phä­no­men: zum ei­nen als An­for­de­rung an die Kul­tur- und So­zial­the­o­rie, ih­re Kon­zep­te von ein­deu­ti­gen Grenz­zie­hun­gen auf 'hy­bri­de' Phä­no­me­ne um­zu­stel­len, zum an­de­ren in den mo­der­nen und post­mo­der­nen Ten­den­zen zu Grenz­über­schrei­tun­gen zwi­schen Äs­the­ti­sie­run­gen, Öko­no­mi­sie­run­gen und Ra­tio­na­li­sie­run­gen.