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Prof. Dr. Jan C. Joerden

Professor für Strafrecht, insbesondere Internationales Strafrecht und Strafrechtsvergleichung, Rechtsphilosophie, Juristische Fakultät, Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), Deutschland

Ein Schwer­punkt der For­schun­gen von Prof. Joerden liegt auf der Straf­rechts­ver­gleich­ung. Ins­be­son­de­re geht es hier da­rum, all­ge­mei­ne Grund­sätze für eine die na­ti­o­na­len Gren­zen über­win­den­de Eu­ro­pä­i­sie­rung und In­ter­na­ti­o­na­li­sie­rung des Straf­rechts zu for­mu­lier­en. Da­bei wird auch auf die

Pro­ble­me der straf­recht­lichen Be­zie­hungen im un­mit­tel­ba­ren Grenz­be­reich zwi­schen den Staa­ten (ins­be­son­de­re zwi­schen Po­len und Deutsch­land) Be­zug ge­nom­men („Kri­mi­na­li­tät im Grenz­ge­biet“). Die­se Un­ter­such­un­gen sind zu­dem nicht mög­lich, ohne näher auf die für die na­ti­o­nal­en Straf­rechts­ord­nung­en maß­ge­ben­den ethischen Über­zeu­gung­en in den je­wei­ligen Be­völ­ke­rungen ein­zu­ge­hen. Ein zwei­ter Schwer­punkt der For­schun­gen am Lehr­stuhl und im IZE be­steht in der Unter­such­ung der ethischen Rah­men­be­din­gung­en für die mo­der­nen me­di­zin­tech­nischen Ent­wick­lungen, die zu­neh­mend die schein­bar so fest ge­füg­ten Gren­zen der mensch­lich­en Spe­zi­es in­fra­ge zu stel­len schei­nen (et­wa durch sog. Chi­mä­ren- und Hy­brid­bil­dung, Kon­zep­te des Post­hu­ma­nis­mus, Na­no­tech­no­lo­gie etc.) und die Fra­ge auf­wer­fen, ob und, wenn ja, wie sich dem me­di­zin­tech­nischen Fort­schritt an­ge­mes­sene ethische Gren­zen set­zen las­sen.