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Prof. Dr. Michał Buchowski

Professor für Vergleichende Mitteleuropastudien, Kulturwissenschaftliche Fakultät, Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), Deutschland

Mi­chał Bu­chow­ski hat sich in sei­nen an­thro­po­lo­gi­schen Ar­bei­ten über die Kon­struk­ti­on des “An­de­ren” und in sei­nen Stu­di­en über so­zi­ale Aus­grenz­ung im post-so­zi­a­lis­tischen eu­ro­pä­ischen Kon­text mit di­ver­sen As­pek­ten der Grenz­zieh­ung be­fasst. Der „An­de­re” wird in

so­zia­len Prak­ti­ken, die di­a­lek­tisch mit öf­fent­lichen Dis­kur­sen ver­floch­ten sind, her­ge­stellt. Die kul­tu­rel­le He­ge­mo­nie, die von den Mäch­ti­gen aus­ge­übt wird, er­mög­licht es die­sen, Bil­der von An­de­ren zu er­zeu­gen und so­zi­a­le Gren­zen zu set­zen, die kul­tu­rell le­gi­ti­miert sind. Zur Kon­struk­ti­on so­zi­a­ler Grenz­be­rei­che wer­den viel­fache For­men und man­nig­fal­tige Kri­te­ri­en be­nutzt. Auf die­se Weis­e wer­den so­zi­a­le Hie­rar­chien eta­bliert, in de­nen eth­nische, re­li­gi­öse und se­xu­elle Min­der­hei­ten so­wie ar­me Men­schen, Un­ter­schich­ten und an­de­re so­zi­al stig­ma­ti­sier­te Men­schen als we­ni­ger wert­vol­le oder ge­fähr­liche An­de­re prä­sen­tiert wer­den. Ähn­liche Me­cha­nis­men wer­den bei der Er­schaf­fung von räum­lich­en Un­ter­schei­dun­gen, z. B. zwi­schen West und Ost oder Nord und Süd, ver­wen­det.